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Papilio
Die Augsburger Puppenkiste in Regensburg

Die Augsburger Puppenkiste war am Donnerstag zu Gast in der Kita KiKu am See in Regensburg. Sie zeigte die Geschichte „Paula und die Kistenkobolde“, die ein wesentlicher Bestandteil des Kindergartenprogramms „Papilio-3bis6“ ist. „Mit Papilio legen die Erzieherinnen spielerisch den Grundstein für eine gesunde Entwicklung und wappnen ihre Schützlinge gegen Sucht und Gewalt“, sagte Tobias Holland, Regionalgeschäftsführer der BARMER Regensburg. Die Krankenkasse ist in 15 Bundesländern Präventionspartner des Programms und unterstützt Kitas und Träger, die an einer Papilio-Fortbildung interessiert sind. Schon jetzt arbeiten rund 850 pädagogische Fachkräfte in Bayern mit dem Programm.

Die Kistenkobolde sind vor allem für die Kindergartenkinder im Publikum aufgetreten. Rund 230 Kinder haben die Aufführung, die dreimal gezeigt wurde, gespannt verfolgt. Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold verkörpern die Basisgefühle Traurigkeit, Wut, Angst und Freude. Als Baustein des Kindergartenprogramms „Papilio-3bis6“ fördern sie gezielt die emotionale Kompetenz der Kinder. Die Geschichte hilft Kindern, mit ihren eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer umzugehen. Weitere Papilio-Bausteine unterstützen das Einhalten sozialer Regeln und das soziale Miteinander.

Frühzeitige Förderung schützt vor Risiken.
Soziale und emotionale Kompetenzen helfen beim Aufbau von Freundschaften ebenso wie beim Lösen von Konflikten oder beim Einbringen eigener Interessen. Mit Papilio erlernen die Kinder diese Basiskompetenzen spielerisch und altersgerecht. Sie gelten auch als Schutzfaktoren vor problematischen Entwicklungen. Zudem senkt Papilio erste Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern, die als Risikofaktoren für Sucht und Gewalt gelten. „Die Wirksamkeit unseres Programms ist wissenschaftlich belegt. Mit Gefühlen umgehen zu lernen, ist ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem positiven Selbstwertgefühl. So wird ein Grundstein für die gesunde Entwicklung der Kinder gelegt“, erklärte Katja Pfalzgraf von Papilio e.V.

Die Schlüsselrolle bei der Vermittlung im Kindergarten und hin zu den Eltern spielen die pädagogischen Fachkräfte. Für sie erklärte die Papilio-Trainerin Katja Pfalzgraf in einem Fachgespräch am Nachmittag, warum  Prävention schon in der Kindertagesstätte beginnen sollte.

Der engagierte Auftritt der Kistenkobolde in Regensburg zielte vor allem darauf, weitere pädagogische Fachkräfte für das Thema psychosoziale Gesundheit in ihren Einrichtungen zu sensibilisieren. Um Papilio in einer Einrichtung umzusetzen, durchlaufen die Fachkräfte eine Fortbildung, führen das Programm dann in ihren Gruppen ein und machen Papilio zum alltäglichen Bestandteil der Kindergartenarbeit.

Die Kinderzentren Kunterbunt sind überzeugt von dem Präventionsprogramm und möchten es zukünftig in ihren Einrichtungen umsetzen. Katharina Betzl, Bildungskoordinatorin bei den Kinderzentren Kunterbunt, lässt sich dafür zur Papilio-Trainerin fortbilden, um dann Fachkräfte in den eigenen Einrichtungen des Trägers schulen zu können: „Papilio ist eines von drei Bildungsprojekten, die wir in unseren Kinderzentren einführen möchten. Die Regensburger Kita KiKu am See ist eine der ersten, die mit der Umsetzung von  Papilio beginnen werden. Das Fortbildungsangebot steht jedoch allen unseren 67 Kinderzentren offen und wir hoffen, dass möglichst viele es nutzen werden.“

Seit 2003 wurden in Bayern rund 850 pädagogische Fachkräfte aus 160 Kitas in dem Programm fortgebildet. Bundesweit profitieren bereits über 135.000 Kinder durch mehr als 6.700 fortgebildete pädagogische Fachkräfte von dem Programm. In Bayern profitieren schon fast 17.000 Kinder von Papilio. Verantwortlich für das Präventionsprogramm, die Fortbildung und die wissenschaftliche Basisarbeit ist das Sozialunternehmen Papilio in Augsburg, das mit Partnern in ganz Deutschland zusammenarbeitet. Weitere Informationen unter www.papilio.de.

(03.07.2017)

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