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Schonende Robotertechnik
Robotertechnik gegen Lungenkrebs

Präzise, ausdauernd über Stunden, ermüdungs- und zitterfrei sowie mit Adleraugen gesegnet – der „Top-Chirurg“ der lungenchirurgischen Klinik des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg besitzt übermenschliche Fähigkeit. Um Lungenkrebstumore oder Metastasen zu entfernen und um gleichzeitig die Lunge größtmöglich zu schonen, führt er bei Operationen mit seinen drei Händen nur die nötigsten und winzigsten Schnitte aus. Und mit seinen scharfen Augen übersieht er keines der feinen Gefäße, Fasern und Lungenbläschen. Der Superman unter den Thoraxchirurgen hat jedoch ein entscheidendes Manko: Er ist ein OP-Roboter und keineswegs aus Fleisch und Blut. Deswegen braucht er erfahrene Chirurgen, die ihn steuern, führen und kontrollieren: Und genau das macht bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg das Team der Thoraxchirurgie um Chefarzt Prof. Dr. Hans-Stefan Hofmann -.

„Seit ziemlich genau einem Jahr nutzen wir am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg die Da Vinci-Robotertechnik nun auch in der Lungenchirurgie“, erklärt der Chefarzt. „Damit gehören wir zu den Vorreitern in Deutschland.“ Neben den Barmherzigen Brüdern Regensburg gibt es nur ein zweites nicht-universitäres Krankenhaus in Deutschland, in dem die Thoraxchirurgen ebenfalls mit einem OP-Roboter arbeiten. Und auch lediglich eine Handvoll Unikliniken verfügen über das Know-How und die Technik der so genannten roboter-assistierten thorakoskopischen Chirurgie (RATS). „Die medizinische Fachgesellschaft für Thoraxchirurgie ist von den Vorteilen der neuen Da Vinci-Technik bei Lungen-OPs überzeugt“, meint Prof. Hofmann. „International verfügt man schon über viel Erfahrung mit dem RATS-Verfahren. Deutschland holt da jetzt auf.“  Aufgrund der hohen Kompetenz in der neuen Methodik wurden die Barmherzigen Brüder Regensburg von der Fachgesellschaft zum süddeutschen Zentrum für roboterassistierte Lungenchirurgie ernannt. Damit ist es das einzige Zentrum seiner Art in Bayern und Baden-Württemberg.

Für die Patienten bietet die Da-Vinci-Technik viele Vorteile gegenüber den herkömmlichen OP-Verfahren. „Onkologische Patienten kann man mit der Roboter-Assistenz noch gründlicher operieren“, bekräftigt Prof. Hofmann. „Insbesondere die Anzahl der Lungenknoten, die wir mit Hilfe des Da Vinci aufspüren und entnehmen, ist deutlich größer.“ Zehn bis 20 Prozent mehr Lymphknoten-Metastasen finden die Ärzte mit Unterstützung der Robotertechnik. Dadurch ist es möglich, die Patienten nach der OP deutlich zielgerichteter und entsprechend ihrem individuellen Krebs-Stadium angepasster zu therapieren. Zudem erholen sich die Patienten auch deutlich schneller und schmerzfreier. Einen großen Vorteil genießen außerdem Patienten, die aufgrund einer vorgeschädigten Lunge bisher nach der Operation häufig auf der Intensivstation künstlich beatmet werden mussten. „Diese können nun auf Grund der schonenden Operation postoperativ deutlich besser und auch eigenständig atmen. Sie sind daher in der Regel auch nicht mehr intensiv-pflichtig“, so Hofmann.

„Mit der Robotik führen wir die bisher bewährte Technik der Schlüssellochchirurgie fort“, erklärt der Chefarzt. Gegenüber dieser kann die Roboter-Technik mit einigen zusätzlichen Pluspunkten aufwarten: Durch Stereokameras werden 3D-Bilder vom Körperinneren des Patienten erzeugt. Diese kann der Chirurg durch ein Sichtvisier an der Roboterkonsole betrachten. Der Arzt gewinnt förmlich den Eindruck, im Körper direkt vor dem Operationsgebiet zu sitzen. Er sieht dank zehnfacher Vergrößerung der Aufnahmen selbst die kleinsten anatomischen Strukturen. Zudem verfügen die drei Roboterarme über eine Gelenkigkeit und Flexibilität, die dem menschlichen Handgelenk bei weitem überlegen ist. So können sich die chirurgischen Instrumente des OP-Roboters in jede Richtung drehen. Prof. Hofmann erläutert weiter: „Nähte können wir außerdem mit dem Da Vinci geschickter und leichter setzen. Das Nähen war mit den bisher verwendeten minimal-invasiven Schlüssellochverfahren recht schwierig, da die Instrumente dabei unbeweglich sind.“

Damit ist der Da Vinci den starren Instrumenten der aktuellen Schlüssellochchirurgie und der damit einhergehenden 2D-Ansicht auf einem Monitor deutlich überlegen. Und auch viele OPs, die bisher nur offen-chirurgisch an der Lunge gemacht werden konnten, können nun mit dem Roboter deutlich schonender durchgeführt werden. Damit profitieren die Patienten vom Einsatz der roboter-assistierten Technik sehr umfassend.

Prof. Hofmann plant einen weiteren Ausbau der roboter-gestützten OPs bei Lungenkrebs. „Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Mit der neuen OP-Methode kann der Tumor sicher und schonend entfernt werden. „Das bedeutet bei weitem mehr Lebensqualität für die Betroffenen“, macht Prof. Hofmann den Nutzen für seine Patienten deutlich.

(29.09.2017)

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